Bohrarbeiten für das Erdwärmesondenfeld im Quartier Kirschgarten

Im Neubaugebiet Kirschgarten in Münster-Handorf laufen derzeit die Bohrarbeiten für ein umfangreiches Erdwärmesondenfeld. Die Stadtwerke Münster und die Stadtnetze Münster haben die Errichtung des Sondenfeldes und des zugehörigen kalten Nahwärmenetzes beauftragt. Über das Versorgungssystem sollen künftig die Gebäude des neuen Wohnquartiers sowie die neue Grundschule mit Wärme versorgt werden.
Nach Abschluss der bereits durchgeführten Probebohrung werden am Standort 38 weitere Erdwärmesonden mit einer Tiefe von jeweils 250 Metern errichtet. Die Probebohrung wird ebenfalls in das System eingebunden, sodass das fertige Sondenfeld insgesamt 39 Erdwärmesonden umfasst. Die bisherigen Erkenntnisse zeigen gute geothermische und bohrtechnische Bedingungen am Standort.
Das kalte Nahwärmenetz transportiert die im Untergrund gewonnene Energie auf einem niedrigen Temperaturniveau zu den angeschlossenen Gebäuden. Dort wird die Wärme mithilfe dezentraler Wärmepumpen auf die jeweils benötigte Heiztemperatur angehoben. Darüber hinaus ermöglicht das System eine passive Kühlung der Gebäude. Im Sommer kann überschüssige Wärme aus den Gebäuden über das Netz in den Untergrund abgeführt werden.
Nach der Fertigstellung werden die Stadtwerke Münster und die Stadtnetze Münster das Erdwärmesondenfeld und das kalte Nahwärmenetz betreiben und damit langfristig die Wärme- und Kälteversorgung des Quartiers sicherstellen.
Die geothermische Anlage und das kalte Nahwärmenetz wurden von der tewag GmbH geplant. Die Ausführung der Erdwärmesonden sowie deren Anbindung an die vorgesehenen Verteilerschächte übernimmt Baugrund Süd.
Im Quartier Kirschgarten entsteht bis 2029 ein vielfältiges Wohnangebot mit Baugrundstücken, Mietwohnungen und unterschiedlichen gemeinschaftlichen Wohnformen. Mit dem Erdwärmesondenfeld und dem kalten Nahwärmenetz wird bereits im Zuge der Erschließung die Grundlage für eine zukunftsorientierte Energieversorgung des neuen Quartiers geschaffen.
